Diffusion und Dotierung
Dotierung kann erreicht werden durch die Verwendung fester Dotierstoffe (Dotierwafer), durch flüssige Dotierstoffe wie z.B. TMB (Trimethoxyboran, Trimethylborat, (CH3O)3B ) oder TMP (Trimethoxyphosphin, Trimethylphosphit, (CH3O)3P ) oder Phosphoroxychlorid POCl3 und durch Dotiergase wie Boran BH3, Phosphan PH3. TMB und TMP haben sich weitgehend durchgesetzt. Die Vorteile dieser flüssigen Dotierstoffe sind die einfache Handhabung und das geringe gesundheitliche Risiko für das Bedienpersonal, sowie die hohe Reinheit dieser Produkte. Durch Temperschritte können Dotierstoffe im Silicium aktiviert und diffundiert werden. Durch den Einsatz von LGO Heizelementen kann JTEKT Thermo Systems eine sehr gute Temperaturgleichmäßigkeit in seinen Öfen erreichen und damit exzellente Prozessergebnisse erzielen.
Trockene und nasse Oxidation
JTEKT Thermo Systems (ehemals Koyo Thermo Systems) bietet ausgefeilte Ofenversionen für trockene und nasse Oxidation an. Dünne Gateoxide können mit einer sehr hohen Gleichmäßigkeit über den Wafer und von Wafer zu Wafer hergestellt werden. Dickere Feldoxide oder Oxide zur Maskierung werden schneller über nasse Oxidation gewachsen. Ein Knallgasbrenner mit sehr hohem Sicherheitsniveau sichert ein Arbeiten ohne Risiko. HCl kann beigefügt werden um einer metallischen Kontamination vorzubeugen und um Defekte beim Wachstum der Oxidschicht zu vermeiden. Eine spezielle gasdichte Quarz-Quarz-Dichtung verhindert ein Austreten aggressiver Gase wie HCl und schützt die Rohrendabsaugung vor Korrosion. Die hohe Leistungsfähigkeit unserer Öfen zeigt sich am Besten bei der Herstellung dünner Oxide. Gerne senden wir Ihnen Messdaten von Schichten, die mit trockener und nasser Oxidation, mit oder ohne HCl hergestellt wurden.
Selbstverständlich können wir ebenfalls TCA (1,1,1-Trichloräthan) oder trans-LC (Trans 1,2-Dichloroethylene (DCE)) Bubbler als Flüssigquelle anstelle einer HCl Gasversorgung liefern. TCA und trans-LC sind weit weniger korrosiv als HCl.
JTEKT Thermo Systems Öfen mit LGO-Heizelementen weisen die größten Vorteile im Bereich der Niedrigtemperaturprozesse auf. JTEKT hat mittlerweile aber auch eine Hochtemperaturversion des Vertikalofens entwickelt, der bei Temperaturen bis zu 1350°C arbeiten kann, spezielle Heizelemente nutzt und mit SiC-Rohr und SiC-Boot ausgestattet ist.

Formiergas und Wasserstoff-Temperung
Wasserstoff kann freie Bindungen absättigen und Defekte ausheilen. Diese Prozesse werden normalerweise bei Temperaturen um die 400°C gefahren. Das ist eine relativ niedrige Temperatur für einen Halbleiterrohrofen, der mit einem Standardheizelement (HCG, schwere Wicklung) ausgerüstet ist und entsprechende Öfen sind bei diesen Temperaturen schwer zu steuern.
JTEKT Thermo Systems installiert spezielle LGO Heizelemente, die eine besonders niedrige thermische Masse aufweisen und bereits ab 140°C eingesetzt werden können. Durch den Einsatz dieser LGO Heizer wird eine bessere Temperaturgleichmäßigkeit auf dem Wafer und von Wafer zu Wafer erreicht. Der wichtigste Punkt ist für diesen Prozess jedoch das geringe Überschwingverhalten des Ofens nach dem Ein- bzw. Ausfahren des Bootes und nach Heiz- und Kühlrampen. Diese Öfen können mit oberen und unteren Prozeßgas-Absaugungen angeboten werden. Ein Kombinationsofen für den Einsatz von Wasserstofftemperung und Polyimidhärtung ist ebenfalls verfügbar (siehe unten.
Polyimid härten
JTEKT Thermo Systems ist der Spezialist für Polyimidhärtung. Für nicht-photosensitive Polyimide kann unser CLH-Ofen eingesetzt werden. Es existiert eine spezielle Version dieses Ofens für Polyimidhärtung.
Photosensitives Polyimid hat demgegenüber wesentlich bessere Eigenschaften und hilft Prozeßschritte und damit Kosten einzusparen. Es entwickelt jedoch bei der Aushärtung Spaltprodukte, die sich an den Ofenwänden niederschlagen können und schwer zu entfernen sind. Zusammen mit einem der größten Hersteller von photosensitivem Polyimid, der Firma Asahi Chemicals, Japan, hat JTEKT Thermo Systems einen speziellen Vertikalofen entwickelt. Besondere LGO Heizelemente ermöglichen eine ausgezeichnete Temperatursteuerung und sichern eine sehr gleichmäßige Temperaturverteilung im Ofen bei den niedrigen Temperaturen (350°C - 400°C), die normalerweise für diese Härtungsprozesse verwendet werden. Weiterhin setzt JTEKT Thermo Systems spezielle Quarzteile für diesen Prozess ein, die grundsätzlich die Abscheidung von Spaltprodukten an der Ofenwand verhindern.

Der Ofen ist somit wartungsfrei. Diese außergewöhnlichen Eigenschaften des Ofens lassen sich am Besten über die lange Referenzliste der zufriedenen Kunden belegen. Bitte besuchen Sie auch unsere spezielle Polyimid-Seite.
Ein Vertikalofen, der sowohl Polyimid härten als auch Wasserstoff-Temperungen durchführen kann ist ebenfalls erhältlich (siehe unten).
Hybrid-Ofen
Aufgrund der Nachfrage unserer Kunden hat JTEKT Thermo Systems jetzt einen Vertikalofen entwickelt ,der die Kombination zweier Prozesse zulässt. Polyimidhärtung und Wasserstofftemperung können künftig in einem Ofen durchgeführt werden. Der Ofen kann innerhalb kurzer Zeit von einem Prozess auf den anderen umgerüstet werden. Dadurch können Produktionsspitzen minimiert und die Gesamtzahl der nötigen Ofen kann klein gehalten werden. Dennoch stehen genügend Backup Systeme zur Verfügung. Die Bereithaltung freier Kapazitäten aus Sicherheitsgründen kann minimiert werden. Durch den Einsatz des neuen Ofens von JTEKT Thermo Systems werden somit Kosten gespart. Die Einspareffekte haben sich bei unseren derzeitigen Installationen bereits bestätigt.
Kupfer-Tempern
In der Chipfertigung setzt sich immer mehr der Einsatz von Kupferleiterbahnen durch, die trotz der erhöhten Kontaminationsgefahr durch Kupfer, geringerer Haftfähigkeit auf Dielektrika und stärkerer Korrosion das Aluminium Schritt für Schritt ersetzen. Kupfer hat eine deutlich bessere Leitfähigkeit, was bei der Verkleinerung von Strukturen in der Chipfertigung ausschlaggebend ist. Der Elektromigrationseffekt ist bei Kupfer deutlich geringer als bei Aluminium.
Zur Verbesserung und zur Stabilisierung der Eigenschaften der Kupferschicht ist eine Temperung unbedingt nötig. Es hat sich herausgestellt, das die günstigsten Bedingungen um gute elektrische Eigenschaften und eine hohe Ausbeute an funktionierenden Bauteilen zu bekommen längere Temperung (45s bei RTP, bzw. 30 Min. im Ofen) bei möglichst niedriger Temperatur (<200°C) sind. Zu berücksichtigen ist, dass die Temperung in kleineren Strukturen mehr Zeit benötigt als in größeren Strukturen. Sie finden weitere Details auf unserer Web-Seite zum Thema Kupfer-Tempern.
Low-k Tempern
Low-k Materialien können entweder aufgeschleudert oder per CVD-Verfahren abgeschieden werden. Für poröse Materialien wird vorwiegend das Aufschleuderverfahren genutzt. Dabei muss besonders auf eine kontrollierte Verdampfung von Lösungsmitteln geachtet werden. Die anschließend nötige Aushärtung findet normalerweise in einem Batch-Ofen statt. Heute werden zumeist Vertikalöfen für diese Anwendung eingesetzt um die erforderlichen hohen Temperaturgleichmäßigkeiten zu erreichen. Die Aushärtetemperatur liegt jedoch normalerweise bei 350°C - 400°C, was hohe Anforderungen an den gewöhnlichen Vertikalofen stellt.
JTEKT Thermo Systems besitzt langjährige Erfahrungen mit dem ähnlichen SOG Härte-Prozess und hat hierfür einen speziellen Ofen mit einem LGO Heizelement mit besonders niedriger thermischer Masse entwickelt. JTEKT Thermo Systems einen Ofen für die Härtung von low-k Dielektrika entwickelt. Das verwendete LGO Heizelement wird seit Jahren bereits erfolgreich in JTEKT Thermo Systems Öfen für andere Niedrigtemperaturprozesse wie beispielsweise Polyimidhärtung und Wasserstofftemperung eingesetzt. Der atmosphärische JTEKT Thermo Systems Ofen kann niedrige Sauerstoffwerte von <20ppm garantieren, wie sie auch für die low-k Härtung benötigt werden (ebenso wie für die Polyimidhärtung). Teure Unterdrucklösungen incl. der zugehörigen Vakuumpumpen werden hierfür nicht benötigt. Sie finden weitere Details auf unserer Web-Seite zum Thema low-k-Tempern.
