Zur Abspaltung des Sauerstoffs und damit der Aufreinigung von Stickstoff (N2) aus der Luft kommt die sogenannte Pressure Swing Adsorption (PSA), zu Deutsch Druckwechsel-Adsorption (DWA), zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein physikalisches Verfahren, das sich die unterschiedlichen Adsorptionseigenschaften verschiedener Gase bei unterschiedlichen Drücken zunutze macht, um diese voneinander zu trennen. Dabei ist je nach Umsetzung auch die Abtrennung anderer Gase wie Kohlenstoffdioxid möglich. Um Sauerstoff abzutrennen und hochreinen Stickstoff zu generieren, werden Sauerstoff-affine Materialien wie Carbon-Molekularsiebe (CMS) eingesetzt. Das Verfahren basiert auf dem Prinzip, dass Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle aufgrund ihrer unterschiedlichen Diffusionsraten unterschiedlich stark von den Mikroporen der Molekularsiebe adsorbiert werden. Sauerstoffmoleküle (O2) haben einen kleineren Durchmesser als Stickstoffmoleküle (N2) und diffundieren daher schneller in die Mikroporen des Molekularsiebs. Stickstoffmoleküle hingegen diffundieren langsamer und werden somit weniger in den Poren zurückgehalten. Dies führt dazu, dass sich Sauerstoff im Molekularsieb anreichert, während Stickstoff in der Gasphase verbleibt und am Ausgang des Systems als hochreiner Stickstoff entnommen werden kann. Das Verfahren zur Stickstoffproduktion kann Stickstoff mit einer Reinheit von bis zu 99,9995 % liefern. Während des Prozesses wird der Gasfluss über zwei parallel geschaltete Adsorptionstürme gelenkt. Einer der Türme adsorbiert Sauerstoff unter Druck, während der andere Turm bei reduziertem Druck regeneriert wird, indem der adsorbierte Sauerstoff freigesetzt wird. Dieses Wechselspiel von Adsorption und Regeneration wird durch eine vollautomatische Steuerung überwacht, die den Druckwechsel und die Sequenz präzise steuert, um eine kontinuierliche Produktion von Stickstoff zu gewährleisten. Je nach Regenerationsdruck wird zwischen Vakuumregeneration und Normaldruckregeneration unterschieden. Die Normaldruckregeneration ist besonders vorteilhaft, da sie eine vollständige Regeneration der Molekularsiebe ermöglicht und die kontinuierliche Erzeugung von hochreinem Stickstoff unterstützt. Die Leistung der Molekularsiebe, gemessen an der dynamischen Adsorptionskapazität und dem Trennkoeffizienten, ist entscheidend für die Effizienz und Qualität des Stickstoffgenerators. Durch die programmierbare Steuerung (PLC/SPS) kann das System den Prozess von Druckaufbau und Druckabbau in den Adsorptionstürmen exakt koordinieren, um die erforderliche Reinheit und Menge des Stickstoffs zu erzielen.
Vorteile
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Stabile Gaserzeugung durch quasi kontinuierliches Verfahren
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Vollautomatische Anlage
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Kleine Stellfläche und einfache Bedienung: Die Bedienung der Anlage erfolgt von der Vorderseite.
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Der Generator zeichnet sich durch geringen Stromverbrauch und Betriebskosten aus
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Ausführung und Design lassen sich in gewissen Grenzen nach Kundenwunsch anpassen
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Je nach Ausführung können hohe Reinheiten bis 99,9995% realisiert werden
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Je nach Ausführung sind Gasflüsse von 3-5500 N m3/h möglich
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Volle CE Zertifizierung